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Der Erste seiner Art – wieso der BMW i3 anders ist.

| Julian Dubacher

Geräusch- und geruchlos durch die Stadt fahren, das ist heutzutage möglich. Im BMW i3 voll elektrisch und lokal ohne Emissionen. Der i3 ist das erste rein elektrische Auto aus dem Hause BMW. Und das erste rein elektrische Auto, wo die ganze Wertschöpfungskette konsequent auf Nachhaltigkeit ausgelegt wurde. Von der Entwicklung und Produktion bis hin zur Wiederverwertung nach einem langen Autoleben.  

Bei Elektroautos wird häufig versprochen, ökologisch unterwegs zu sein. Meist ist der Energieaufwand bei der Herstellung aber enorm, die Entsorgung der Akkus ungewiss. In der Werbung wird aber nur von positiven Attributen wie der tollen Beschleunigung berichtet. Bei einem Elektroauto spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle, welche beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden müssen. Wie wurde das Fahrzeug produziert? Was für Materialen wurden verwendet? Oder was passiert am Ende der Lebenszeit mit meinem Auto? Auf all diese Fragen gibt es Antworten:  

Produktion

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Beim BMW i3 wurde die gesamte Wertschöpfungskette verantwortungsvoll gestaltet. Bereits in der Entwicklung wurde Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Das Fahrzeugkonzept wurde vollständig auf eine effiziente Elektromobilität ausgelegt.     

Ein BMW i3 besteht mehrheitlich aus kohlefaserverstärktem Kunststoff, auch Carbon genannt. Bisher wurden Autos in der Regel aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Carbon ist im Gegensatz dazu viel widerstandsfähiger und leichter. Denn je schwerer ein Auto, desto grösser muss die verbaute Batterie sein, um die gleiche Reichweite zu erreichen. Der BMW i3 wiegt komplett mit Batterie nicht mal 1'200 kg, was sogar mit einem konventionellen Auto verglichen, sehr wenig ist.

Die Herstellung von Carbon hat aber einen entscheidenden Nachteil, denn ein hoher Energieaufwand für die Produktion ist nicht ausschliessbar. BMW hat fürdie Produktion hierfür ein eigenes Werk am Moses Lake im US-Bundesstaat Washington aufgesetzt. Entscheidend für die Wahl des Standortes war der Wunsch nach grüner Energie bei der Herstellung. So wird das komplette Werk von einem Wasserkraftwerk an einer Stauanlage am Columbia River versorgt.  

Das gefertigte Carbon besteht dann aus einzelnen Fasern, welche auf grosse Spulen aufgewickelt werden. Diese können platzsparend nach Deutschland ins Werk nach Leipzig transportiert werden, wo diese Fasern schliesslich zu Carrosserieteilen verklebt und gepresst werden. Auch in Leipzig bleibt BMW der nachhaltigen Strategie treu, so wird das komplette Werk mit Windenergie versorgt.     

Materialien

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Auch die Materialien im Innenraum wurden gegenüber einem herkömmlichen Fahrzeug überdacht. So werden gezielt schnell nachwachsende und recycelte Materialien verbaut. Die Stoffsitze im Innenraum bestehen beispielsweise aus recycelten PET-Flaschen. Wählt man Ledersitze wird komplett auf Chemie bei der Gerbung verzichtet. Das Leder des BMW i3 wird zu 100% mit dem natürlichen Extrakt von Olivenblättern umweltschonend gegerbt. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Bei der Olivenernte bleiben die Olivenblätter als Abfall zurück, der somit sinnvoll verwendet werden kann. Nicht zuletzt bleiben der natürliche Glanz und der temperaturausgleichende Charakter des Leders erhalten.  

Für die Interieurleisten kann unter anderem Eukalyptusholz geordert werden. Eukalyptus ist von Natur aus resistent gegen Feuchtigkeit und benötigt deshalb rund 90% weniger Oberflächenveredelung als herkömmliche Hölzer. Da das Eukalyptusholz ebenfalls ohne Chemikalien bearbeitet wird, bleiben der seidige Griff und das natürliche Porenbild erhalten. Der Eukalyptusbaum ist als eine der am schnellsten nachwachsenden Baumarten bekannt und somit ideal für die Serienfertigung geeignet. Das Holz stammt zudem aus FSC-zertifiziertem Plantagenanbau, der die nachhaltige Waldnutzung sichert.  

Am Armaturenbrett und an den Türverkleidungen wird grossflächig Kenaf-Faser eingesetzt, um gezielt erdölbasierte Kunststoffe zu ersetzen. Kenaf stammt von einer schnell nachwachsenden Pflanze, welche während des Wachstums überdurchschnittlich viel CO2 in Sauerstoff umwandelt. Zudem ist das verwendete Material bis zu 30% leichter als Konventionelles. Somit kann das Fahrzeuggewicht weiter reduziert werden.     

Ende des Lebenszyklus

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Falls ein BMW i3 nach einem langen Autoleben und vielen Kilometern sein Lebensende erreicht hat, wird er nicht einfach verschrottet. Nein der BMW i3 ist recyclebar und das zu 95%. So werden die Carbonfasern wieder dem Produktionsprozess neuer BMW hinzugefügt. Die Batteriemodule lassen sich nach einem normalen Lebenszyklus als Solarenergie-Speicher für den privaten Haushalt nutzen.

Alternativ nimmt BMW die Batteriemodule zurück ins Leipziger Werk, wo sie als Speicher für überschüssige Energie aus den Windkraftwerken dient.

Fazit

Der BMW i3 hält sein Versprechen ökologisch zu sein. Von Grund auf wurde Wert auf Nachhaltigkeit gesetzt. Die Produktion, die verwendeten Materialen und die Entsorgung beziehungsweise Wiederverwertung wurden komplett überdacht. Ein stimmiges Konzept und für uns das einzig wirklich nachhaltige Elektrofahrzeug.

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